EXTENSE - Entwicklung eines Messsystems (Multisensorplattform) zur Detektion und Ortung von Objekten (Kabel, Munition und Tiefseebergbau) in Sedimenten.

Laufzeit: 01.10.2018 - 30.09.2021
Leitung: Prof. Dr.-Ing Horst Hellbrück
Mitarbeiter: Dr.-Ing. Tim Suthau, Andreas Schuldei, Fabian John

Hintergrund

Im Verbundprojekt EXTENSE wird im Verbund unter Führung der Sea & Sun Technology GmbH zusammen mit der J&C Bachmann GmbH, der Technischen Hochschule Lübeck und dem assoziierten Partner Fugro Germany Marine GmbH ein Messsystem (Multisensorplattform) zur Detektion und Ortung von Objekten (Kabel, Munition und Tiefseebergbau) in Sedimenten entwickelt.

 

Ziel

Gegenüber dem Stand der Technik ist das Ziel, Objekte und Materialien im Meeresboden nicht nur präziser zu lokalisieren, sondern auch besser zu identifizieren. Dies wird durch Sensorfusion in Kombination mit Sonartechnik und Positionsbestimmung erreicht, um künstliche Infrastrukturen wie Unterwasserkabel und Pipelines zuverlässig und genau zu verorten. Das Messsystem ist in der Anwendung und Handhabung benutzerfreundlich. Durch eine neue benutzerfreundliche Bedienschnittstelle, die wesentlich die Bildgebung und die mechanische Integration umfasst, unterstützt das System den Bediener durch implementiertes Expertenwissen.

Der Koordinator Sea & Sun Technology GmbH ist verantwortlich für die Systementwicklung des Messsystems und für die Video-Steuereinheit (Teilprojekt SYSOCU). Der Partner J&C Bachmann GmbH entwickelt eine Sonde zur Messung des zeitlichen Neutronen-Abklingspektrums sowie der prompten Gammastrahlung einer gepulsten Neutronenquelle (Teilprojekt INN). Die Technische Hochschule Lübeck, Kompetenzzentrum CoSA, entwirft einen Elektroimpedanz-Tomographie-Sensor inkl. Bildgebung und entwickelt die Sensorfusion des Gesamtsystems (Teilprojekt FUSEIT).

 

Unterwasser-Kommunikationsmodul eines AUV, basierend auf elektrischem Feld

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Visualisierung eines elektrischen Feldes
 

Ansatz

Das Messsystem besteht aus einer 2D/3D-Video-Steuereinheit, einem Impuls-Neutronen-Sensor, einem Elektrischen Impedanz-Tomographie-Sensor und einem Sub Bottom Profiler. Durch die Sensorfusion in Kombination mit einer Positionsbestimmung werden künstliche Infrastrukturen wie Unterwasserkabel und Pipelines zuverlässig und genau verortet. Im Vergleich zum Stand der Technik soll das entwickelte Messsystem in der Lage sein, Objekte und Materialien im Meeresboden nicht nur präziser zu lokalisieren, sondern auch besser zu identifizieren.

 

               Schematischer Aufbau des Unterwassermesssystem zur Detektion von Objekten in Sedimenten