Abschlussarbeiten aus dem Bereich Privacy und Security

Die genaue Aufgabenstellung bzw. der Schwerpunkt kann individuell abgestimmt werden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Dorina Gumm (dorina.gumm@th-luebeck.de).

Gamedesign for Security and Privacy (GSP)

Spielerisch lernen: Wie funktioniert Cross-Site-Scripting? Wie kann ein Identitätsdiebstahl erfolgen? Wie können Plattformzugänge gesichert werden? Warum sollte man Kommunikation verschlüsseln? Entwickeln Sie Spiele, mit denen Sie die Spieler an Themen aus dem Bereich Sicherheit, Selbstschutz und Privacy heranführen.

In dem GSP-Projekt geht es um die Frage, wie o.g. Themen mittels Gamification erlebbar und damit einem breiteren Adressatenkreis zugänglich gemacht werden können. Ziel ist es, die Awareness für diese Themen in der Gesellschaft als auch in Unternehmen zu fördern (Digitale Mündigkeit). Wenn Sie daran Interesse haben, können Sie sich diesen Themen im Rahmen von Design- und Praxisprojekten sowie Abschlussarbeiten widmen.

Datenschutz, Datenhandel und Datenanalyse (D3)

Datenschutz und Usability: Datenschutz wird öffentlich häufig als Innovationshemmer dargestellt, der Funktionsumfang und Usability von Anwendungen beeinträchtigt. Ist dem wirklich so? Wie können Anwendungen datenschutz- und benutzungsfreundlich entwickelt werden? Welche Mechanismen zur Anonymisierung/Pseudonymisierung gibt es und wie können sie im Design-Prozess berücksichtigt werden?

Mit Daten den Fachbereich gestalten: Mit öffentlichen Daten können hilfreiche Tools für den Alltag, spezielle Aufgaben oder das Gemeinwohl entwickelt werden (z.B. ÖPNV-Fahrpläne, Wetterdaten für Wassersportgebiete, Feinstaubmessungen). Mit welcher Art Daten könnte die Lehre und der Alltag am Fachbereich verbessert werden? Wie könnten diese in Web-Anwendungen genutzt und aufbereitet werden? Welche gesellschaftlichen Fragen sind damit verbunden?

Lernprozesse mit Daten unterstützen: Unter den Schlagworten Learning Analytics und Educational Datamining werden derzeit Ansätze diskutiert, wie Lernende automatisiert beim Lernen unterstützt werden können. Dazu werden viele persönliche Daten erhoben, aus denen der Lernstand und Lernbedarfe analysiert werden sollen. Hieraus ergeben sich Fragen bezüglich des Datenschutzes, der Verlässlichkeit der Ergebnisse als auch bzgl. gesellschaftlicher Fragestellungen (z.B. der Rolle von Lehrenden, Anforderungen an Lernende, Stellenwert von Bildungsmaßnahmen u.ä.).

Konzeption und prototypische Entwicklung eines Mikroprozessorsystems für einen mobilen Audiorekorder

Status: abgeschlossen
Betreuer: Horst Hellbrück
Student: Tim Jaacks

Themengebiet

In den vergangenen Jahren hat sich ein stetig wachsender Markt für handliche, mobile Audiorekorder entwickelt. Sogenannte "Field-Recorder" sind in der Regel batteriebetrieben und ermöglichen mitttels eingebauter Mikrofone die digitale Aufnahme einer beliebigen Schallquelle. Konzipiert für Konzert- oder Theatermitschnitte, Interviews, Umfragen oder einfach als Diktiergerät sind sie sofort einsetzbar und damit sehr flexibel. Die etablierten Geräte haben dabei einen gemeinsamen Nachteil: Sie sind auf die internen Mikrofone beschränkt. Viele Geräte bieten zwar einen externen Eingang, jedoch meist nur in Form einer wenig robusten Miniklinke und ohne jegliche Mikrofonvorverstärker. Möchte man Aufnahmen mit eigenen Mikrofonen anfertigen, ist man somit auf externe Vorverstärker oder gar komplette Mischpulte angewiesen, was die Mobilität wiederum erheblich einschränkt. Für dieses Anwendungsgebiet hat der Markt kaum Geräte zu bieten. Die wenigen verfügbaren Kandidaten sind darüber hinaus sehr teuer. Es fehlt ein Audiorekorder, der robuste Anschlüsse für Line-Signale und professionelle Mikrofone bereitstellt, portabel und schnell einsatzbar, aber trotzdem preisgünstig ist.

Details

Im Rahmen dieser Diplomarbeit ist ein Mikroprozessorsystem als Basis für einen solchen Audiorekorder zu entwickeln. Das System umfasst ein flexibles digitales Speichermedium (z.B. SD-Card, Compact Flash), einen für qualitativ hochwertige Audioaufnahmen geeigneten A/D-Wandler, sowie eine einfache Benutzerschnittstelle. Darüber hinaus ist es für den Batteriebetrieb geeignet. Die analoge Mikrofonverstärkung ist nicht Teil der Arbeit. Im ersten Schritt ist lediglich ein Line-Eingang zu realisieren. Damit besteht die Arbeit aus den folgenden Schritten:

  • Anforderungsanalyse
    • Aus welchen Komponenten besteht das System?
    • Welche Möglichkeiten der Umsetzung gibt es?
  • Hardwareentwurf
    • Auswahl der Bauteile (Mikroprozessor, A/D-Wandler)
    • Schaltplanerstellung
    • Platinen-Layout
    • Herstellung eines Prototypen
  • Softwareentwurf
    • Wahl des grundlegenden Konzepts (Betriebssystem oder native Software?)
    • Vergleich verschiedener Betriebssysteme oder Bibliotheken
    • Implementierung der Aufnahmefunktionalität auf dem Prototypen

Aufgaben

  • Funktionierender Audiorekorder
  • Dokumentation des Systems
  • Inhalt der schriftlichen Diplomarbeit
    • Anforderungsanalyse
    • Beschreibung der Entwurfsentscheidungen
    • Beschreibung der Hardware
    • Beschreibung der Software

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse in Mikroprozessortechnik
  • Grundkenntnisse in Schaltungsentwurf und Platinenlayout
  • Kenntnisse in hardwarenaher Programmierung (C/C++, evtl.. Assembler)